1. Text

In geraumer Vorzeit war Text die einzige Möglichkeit Informationen oder Nachrichten zwischen Menschen über Raum oder Zeit hinweg zu transportieren. Heute würde man sagen “zu übertragen”. Ob Text die Grundlage für Sprache oder Sprache die Grundlage für Text ist, an dieser Diskussion wird sich künftig der Wert von Text messen lassen müssen.

Seit Erfindung von Telefon und später Tonträger, hat die Bedeutung von Sprache gegenüber dem geschriebenen oder gedruckten Wort sehr zugenommen. Das wurde durch die Möglichkeiten von Tonfilm und Video nochmal extrem verstärkt. Die Emotionsfreiheit von purem Text, stellen seine Stärke und Gleichzeitig seine Schwäche dar. Sachliche Informationen, von denen jegliche zusätzliche Attribute evtl. nur ablenken würden, machen sich als Text nach wie vor sehr gut. Gesetzliche Regelungen als Videodokumente ließen vermutlich sehr viel zweideutigere Interpretationsmöglichkeiten als Buchstaben auf Papier (oder Bildschirm).

Heute zählt oft der Informationsgehalt selber, wesentlich mehr als die Genauigkeit oder anders ausgedrückt, Unverfälschtheit der Information. Nachrichten als Video-Dokumente wird allgemein ein höhere Glaubwürdigkeit zugesprochen als textliche. Dbaei snid für den Ifnomraitongsehlat acuh biem Txet kenie felhefrreien Üebrmtitlugnen ziwnengd efrorredlich. Lediglich der Sinnzusammenhang muss schlüssig und fehlerfrei transportiert werden. Das Hirn kann solchen Wirr-Warr-Text gut verarbeiten, weil es selbst die richtige Reihenfolge anhand gelernter Strukturen korrigiert. Ähnliches passiert übrigens auch bei mp3, was nach audiophilen Gesichtspunkten genauso kranke Musikinformationen sind, wie der obige fehlerhafte Wirr-Warr-Text.

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